Kühlende Labung gab mir der Quell
Des Müden Last machte er leicht:
Erfrischt ist der Muth das Aug' erfreut
Des Sehens selige Lust
Wer ist's der so mir es labt
Dieß Haus und dieß Weib
Sind Hundings Eigen
Gastlich gönn' er dir Rast:
Harre bis heim er kehrt
Waffenlos bin ich: dem wunden Gast
Wird dein Gatte nicht wehren
Die Wunden weise mir schnell
Gering sind sie der Rede nicht werth
Noch fügen des Leibes Glieder sich fest
Hätten halb so stark wie mein Arm
Schild und Speer mir gehalten
Nimmer floh' ich dem Feind
Doch zerschellten mir Speer und Schild
Der Feinde Meute hetzte mich müd'
Gewitter- Brunst brach meinen Leib
Doch schneller als ich der Meute
Schwand die Müdigkeit mir:
Sank auf die Lider mir Nacht
Die Sonne lacht mir nun neu
Des seimigen Methes süßen Trank
Mög'st du mir nicht verschmäh'n
Schmecktest du mir ihn zu
Einen Unseligen labtest du:
Unheil wende der Wunsch von dir
Gerastet hab' ich und süß geruht:
Weiter wend' ich den Schritt
Wer verfolgt dich daß du schon flieh'st
Mißwende folgt mir wohin ich fliehe
Mißwende naht mir wo ich mich neige:
Dir Frau doch bleibe sie fern
Fort wend' ich Fuß und Blick
So bleibe hier
Nicht bringst du Unheil dahin
Wo Unheil im Hause wohnt
Wehwalt hieß ich mich selbst:
Hunding will ich erwarten